Anna Amalia Bibliothek

Stammgebäude der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar -

Die Bibliothek hat ihren Hauptsitz im "Grünen Schlösschen", das Herzog Johann Wilhelm 1562 bis 1565 als fürstliches Wohngebäude inmitten einer Gartenanlage errichten ließ und das später als Zeughaus diente. Architekt war der Renaissancebaumeister Nicol Gromann. 1761 bis 1766 wurde der kleine Palast unter Herzogin Anna Amalia zum Bibliotheksgebäude umgestaltet und im Inneren und Äußeren dem Geschmack des 18. Jahrhunderts angepasst. Der im ersten Stockwerk eingerichtete Rokokosaal bildete das Glanzstück des neu gestalteten Baus.

 

Bauherr

Klassik Stiftung Weimar

Architekt

Grunwald + Burmeister Architekten

  

Durchführung

2001 - 2005

Baukosten

14 Mio €

  
Das GebäudeDie Bibliothek hat ihren Hauptsitz im "Grünen Schlösschen", das Herzog Johann Wilhelm 1562 bis 1565 als fürstliches Wohngebäude inmitten einer Gartenanlage errichten ließ und das später als Zeughaus diente. Architekt war der Renaissancebaumeister Nicol Gromann. 1761 bis 1766 wurde der kleine Palast unter Herzogin Anna Amalia zum Bibliotheksgebäude umgestaltet und im Inneren und Äußeren dem Geschmack des 18. Jahrhunderts angepasst. Der im ersten Stockwerk eingerichtete Rokokosaal bildete das Glanzstück des neu gestalteten Baus.

Auf Anregung Goethes entstand 1803 bis 1805 ein Verbindungsbau zwischen der Bibliothek und dem alten Stadtturm aus dem Jahr 1453. Der Turm selbst wurde 1821 bis 1825 in ein Büchermagazin umgewandelt und um einen neugotischen Vorbau ergänzt. Im Inneren des Turms wurde eine aus der Weidaer Osterburg stammende alte Wendeltreppe eingebaut, deren Spindel aus einem einzigen Eichenstamm gearbeitet ist. 1849 waren die letzten Bauarbeiten am historischen Bibliotheksgebäude, nämlich die Erweiterung um zwei Fensterachsen nach Norden, abgeschlossen. So erhielt das Haus an Goethes 100. Geburtstag, der in der Bibliothek gefeiert wurde, sein heutiges Aussehen.

Am Abend des 2. September 2004 ist im Stammgebäude (Grünes Schloss) der Herzogin Anna Amalia Bibliothek ein verheerendes Feuer ausgebrochen, das sich zum größten Bibliotheksbrand in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg ausweitete.


Das historische Gebäude, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, ist durch Feuer und Wasser beschädigt, im dritten Geschoss und in der Mansarde gänzlich zerstört.


Einer der schönsten Bibliothekssäle in Deutschland wird bis Ende 2007 wiederhergestellt sein. Die zweite Galerie des Rokokosaales und der Dachstuhl existieren nicht mehr, aber die Substanz des zum Weltkulturerbe der UNESCO zählenden Gebäudes ist zu stabilisieren und zu restaurieren. Erste komplizierte Aufgabe ist die Trocknung des Gebäudes, in das Wasser im Umfang der zweifachen Jahresregenmenge eingedrungen ist. Mit den Rekonstruktionsarbeiten wurde im August 2005 begonnen.

BBS Leistungen

Besondere Leistungen zur thermischen und hygrischen Bauphysik, Raumklimasimulation, Schall- und Raumakustik

 

Erweiterungsbau der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar

Bauherr

Klassik Stiftung Weimar

Architekt

Prof. Karl-Heinz Schmitz, Prof. Hilde Barz-Malfatti

Projektsteuerung

Drees & Sommer AG Erfurt

  

Durchführung

2004 - 2005

Baukosten

25 Mio €

  
Das Gebäude

Die Buchbestände der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (ca. 900.000 Bände) konnten im Gebäude der historischen Bibliothek nur zu einem geringen Teil untergebracht werden (ca. 100.000 Bände), der überwiegende Teil musste in verschiedenen Magazinen in und um Weimar ausgelagert werden.

Um das Stammgebäude als Zentrum der Bibliothek zu erhalten, musste ein Erweiterungsbau in unmittelbarer Umgebung der historischen Bibliothek geschaffen werden.

Mit der Zentralisierung der Stadtverwaltung ergab sich für die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen die Möglichkeit, den benachbarten historischen Gebäudekomplex und das Unterbauungsrecht für den zwischen den Gebäuden liegenden Platz zu erwerben.

BBS Leistungen

Bauphysik/Raumklima

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